Wegekapellen

Kapelle Lüdinghauser Str.



Kapelle Funnenkampstraße



Kapelle Kreuzstraße



Geschichte der Wegekapellen

Telgter Gnadenbild um 1370

Marien- und Wallfahrtskapellen

Viele Kapellen sind als Marien- und Wallfahrtskapelle gebaut. Wallfahrt bedeutet der Gang, die Reise oder die feierliche Prozession zu heiligen Stätten und Gnadenbildern, also das Unterwegsein als wanderndes Volk Gottes.

von 1650 bis 1750
Unter der Herrschaft des Fürstbischofs Christoph Bernhard von Galen erlebten die Marienwallfahrten und Prozessionen zwischen 1650 und 1750 einen neuen Aufschwung. So wurde z.B. in Telgte in dieser Zeit eine Gnadenkapelle in barocker Ausstattung errichtet.

Marienfrömmigkeit

Die Marienfrömmigkeit rückte immer stärker in den Mittelpunkt der Heiligenverehrung.

Mariengebete wie das "Ave Maria" waren feste Bestandteile des alltäglichen Frömmigkeitslebens. Ob Graf oder Tagelöhner, ob Frommer oder Sünder, für alle hatte die hl. Maria, "Unsere Liebe Frau", ein offenes Herz. Nicht Strafe war ihr Anliegen, sondern gnädige Fürsprache bei ihrem Sohn.

Zudem hatte Maria Nöte und Leiden erfahren, ein Schwert hatte ihre Seele durchdrungen im Angesicht der Todesqualen Jesu.

Zum besonderen Ausdruck dieses Leidens wurde das spätmittelalterliche Vesperbild, das Maria mit ihrem toten, vom Kreuz herabgelassenen Sohn zeigt, der auf ihrem Schoß liegt, wie die restaurierte "Pieta" von 1704 als Altarbild in der Wegekapelle an der Lüdinghauser Straße.

Zustand der Stationen

Nicht alle "Stationen", wie die kleinen Kapellen und Wegekreuze im Münsterland gerne genannt werden, sind gut erhalten; andere sind sogar für immer verloren, sei es durch Kriegseinwirkungen, mangelhafte Pflege, Flurbereinigung oder durch Umwelteinflüsse.

Es ist eine wichtige Aufgabe des Heimatvereins Olfen e.V., dafür zu sorgen und dabei zu helfen, die alten Wegekapellen, Wegekreuze, Bildstöcke und andere historische Objekte zu erhalten und zu pflegen.

Quelle: Bernhard Wilms, Heimatverein Olfen e.V. - Arbeitskreis Geschichte -