Das Leohaus


Leohaus 1930
Leohaus 1930

Ein neues Gemeindehaus – das LeohausOlfen

1928 – 1930 Fundstellen: Pfarrarchiv und Pfarrchronik St. Vitus Olfen
Dieses Haus wurde unter Pfarrer Franz Roters gebaut. Weil im Jahre 1928 anlässlich eines dreimaligen Kursus der Kreiswanderschule immer mehr Stimmen laut wurden, nach einer Einrichtung für Kindergarten, Handarbeitskurse, Vereinshaus der verschiedenen kirchlichen Vereine und für eine Kochschule, regte Pfarrer Franz Roters den Bau eines Gemeindehauses an.

In seinem Auftrag gingen Kinder mit Sammelbüchsen in Olfen-Stadt und in Olfen-Kirchspiel von Haus zu Haus und baten um eine großzügige Spende für die Errichtung des Gemeindehauses; das Ergebnis der Kinder-Sammlungen betrug anfangs wöchentlich ca. 50 - 60 RM. Bei den finanzstarken Gemeindemitgliedern versuchte Pfarrer Roters Darlehn zum ortsüblichen Zinssatz zu bekommen. Vikar Heinrich Wübolt und Kaplan Klemens Körster durchzogen die ganze Kirchengemeinde und erhielten ca 27.000 RM an Darlehn.

Beginn ohne kirchliche Genehmigung
Pfarrer Roters erhielt jedoch vom Kirchenvorstand und von der Bischöflichen Behörde in Münster keine Genehmigung für den geplanten Bau des Gemeindehauses; ferner beanstandeten die beiden Gremien die Größe des Bauvolumens. Auf diese Ablehnung reagierte Pfarrer Roters mit der Gründung eines "Gemeindehausvereins St. Vitus E. V.. Zur Gründungsversammlung am 19.10.1928 erschienen neben Pfarrer Roters und Vikar Wübolt 13 Gemeindemitglieder. Jeder Olfener Katholik konnte dem Gemeindehausverein beitreten; der jährliche Beitrag betrug 2 RM.

Der Finanzierungsplan
Der Finanzierungsplan für das neue Gemeindehaus sah wie folgt aus:

  • Pfarrer Roters stellte aus dem kirchlichen Pfarrfonds ein Grundstück an der Bilholtstraße im Werte von 4.900 RM zur Verfügung. Weiterhin entlieh er dem Pfarrfonds 9.900 RM.
  • Folgende Darlehn wurden aufgenommen:
    - 25.000 RM bei der Westfälischen Lebensversicherung,
    - 10.000 RM bei der Spar- und Darlehnskasse (abgesichert durch eine persönliche Bürgschaft des Pfarrers),
    - 3.000 RM bei der Civilgemeinde (Stadt Olfen),
    - 10.000 RM bei der Kirchengemeinde St Vitus,
    - 4.000 RM bei der Bischöflichen Behörde in Münster und
    - 5.000 RM Hauszinssteuer erstattet das Finanzamt.

Baubeginn 1928
Im Spätherbst 1928 wurde mit den Ausschachtungsarbeiten begonnen, ebenso mit dem Anfahren von Ziegelsteinen. Bauer Aloys Mehring stellte mehrere Fuhren an Ziegelsteinen kostenlos zur Verfügung. All diese Arbeiten geschahen unentgeltlich. Die einzelnen Bauabschnitte bei der Errichtung des Gemeindehauses schildert sehr anschaulich der damalige Küster und Heimatdichter Bernhard Holtmann in "Dat nie Lied" (Das neue Lied).

Heimatdichter Bernhard Holtmann

Dat nieste Leed

Die erste Strophe lautet:Nu sing wi all dat schöne Leed,
Wat in kin Leederböksen steht:
Van't niee Hus so schön un graut,
Wu et so nao un nao wuor baut.
Nun singen wir alle das schöne Lied,
Was in keinem Liederbüchlein steht:
Vom neuen Haus so schön und groß,
Wie es so nach und nach wurde erbaut.

Der Bau wurde von Olfener Handwerkern ausgeführt.
Namentlich erwähnt werden in dem Gedicht von Bernhard Hotmann: „Mester Üding, Mester Bester, Mester Schulte, Mester Middelmann“ und „De Wichter met de Sammelbüß“ (Die kleinen Kinder mit der Sammelbüchse).

Einweihung am 27. Oktober 1929

Am 27. Oktober 1929 fand die feierliche Einweihung des neuen Gemeindehauses im Beisein des Bürgermeisters Weckermann und des Landrates von Stockhausen statt. Das Gemeindehaus erhielt den Namen „Leohaus“ zur Erinnerung an den großen Papst Leo XIII. (1878 – 1903), der besonders die christlich-soziale Bewegung förderte, den Kulturkampf beendete und die weltanschauliche Bedeutung der katholischen Kirche festigte.

Schwestern zogen ein

Unmittelbar nach der Einweihung des Leohauses zogen drei Schwestern vom Orden „Schwestern von der Göttlichen Vorsehung“, auch bekannt als „Vorsehungsschwestern von der Friedrichsburg in Münster“, ein und errichteten einen Kindergarten und eine Handarbeitsschule. Kurze Zeit darauf folgten noch eine Schwester für die Handarbeitsschule und „Schwester Aleta“, die vielen älteren Olfener Bürgern so bekannte und bei den Kindern so beliebte Kindergartenschwester.

Zahlreiche kirchliche Aktivitäten entstanden

Das Leohaus wurde in den folgenden Monaten und Jahren ein Zentrum für die vielen neu gegründeten kirchlichen Vereine und für zahlreiche kirchliche Aktivitäten:

  • Gesellenverein,
  • Reiterverein und Turnverein der D.J. K. (gegründet 1929),
  • katholischer Frauenbund (gegründet im Monat Januar 1930),
  • Kino und Theateraufführungen,
  • Stellenvermittlung für Dienstmädchen (hohe Arbeitslosigkeit während der Weltwirtschaftskrise)
  • Weiterbildungskurse für die jungen männlichen Arbeitslosen,
  • Arbeiterverein,
  • Dritter Orden des Heiligen Franziskus (gegründet 1930),
  • Caritasausschuss für arme Familien und arme Alleinstehende,
  • Näh- und Kochkurse,Exerzitien für zahlreiche kirchliche Gruppen (Jungfrauen, Jungmänner, Männer, Frauen, Kinder vor der Schulentlassung),
  • Handarbeitsausstellungen,
  • Junglandbauernbewegung,
  • Verlegung der Borromäusbücherei von der Vikarie ins Erdgeschoß des Leohauses: „Mit ihren 3.100 Bänden marschiert sie jetzt an der Spitze im ganzen Kreis Lüdinghausen!“ (Aussage von Pfarrer Roters)

Das gesamte kirchliche Leben in der St. Vitus Gemeinde Olfen erhielt durch das neue Leohaus einen deutlich sichtbaren Aufschwung. Alle auswärtigen Besucher beneideten Olfen um diese moderne und großzügige Einrichtung.

Leohaus
Heute wie seit 1930 nutzen Vereine und Gruppen die Räumlichkeiten des Leohauses für ihre vielen Veranstaltungen; Arbeitskreise tagen und Gruppenstunden werden abgehalten. Einmalig oder regelmäßig, wöchentlich, monatlich und jährlich. Sie unterliegen einem ständigen Wandel, abhängig vom Bedarf der Vereine und Verbände.


Dass so ein Gemeindehaus notwendig ist, sah Pfarrer Franz Roters (1920 - 1935 in Olfen) schon 1928. Im Herbst des selben Jahres begann der Bau und nach nur einem Jahr Bauzeit war im Oktober 1929 die feierliche Einweihung.

Den Namen erhielt das Haus zur Erinnerung an Papst Leo XIII (1878 -1903), von dessen Wirken Pfarrer Roters sehr geprägt war.

Erdgeschoss

Im Erdgeschoss befinden sich zwei kleinere Gruppenräume und ein großer teilbarer Saal. Hier probt der Spielmannszug der Kolpingsfamilie, singen der Kirchen- und Kinderchor und trainieren die Schachgruppen. Die Senioren treffen sich zum Kaffeetrinken, die Katecheten bereiten sich für den Kommunion- und Firmunterricht vor und der Gemeinderat bespricht neue Aktionen für ein lebendiges Gemeindeleben.

Der Saal wird weiterhin genutzt für den ökumenischen Neujahrsempfang, die Fastenessen, Kolpingsgedenk- und Familientage und zahlreiche Veranstaltungen der Kath. Frauengemeinschaft St. Vitus Olfen (kfd) und den Landfrauen. Durch die Nähe zur Bühne und der Teeküche bietet er auch Platz für den Adventsbasar des DRK und den Leprabasar im Januar. Anfang Januar findet die Kommunionkleiderbörse des Kolping statt.

Untergeschoss

Im Untergeschoss ist der offene Jugendtreff „ Enjoy“, der von Christian Heile geleitet wird, zu Hause. Außerdem gibt es eine Küche mit drei Arbeitsbereichen und einem Essraum, der von den Messdienern, dem Jugendtreff, dem Kreis aktiver Frauen (KAF) und zur Vorbereitung vieler Veranstaltungen genutzt wird.

Weiterhin gibt es seit 11 Jahren eine Elterninitiative, die einen Raum selbständig als Spielgruppenraum hergerichtet hat. Dort werden Kinder im Alter von 2 - 3 Jahren betreut.

Dachgeschoss

Seit der Renovierung im Jahr 1996 dient das Dachgeschoss als Lagerraum.

Aufzug

Seit 2004 kann das Erdgeschoss mit einem Fahrstuhl erreicht werden. Er ist für Gehbehinderte mit Gehhilfe bzw. Rollstuhl, aber auch für Eltern mit Kinderwagen und schwere Lasten gedacht. Über eine Klingel kann man sich bei mir melden - dann bediene ich den Behindertenaufzug auf der Rückseite des Leohauses. Doch die Vereine können, nach kurzer Einweisung den Aufzug auch selbständig benutzen.

Hausmeisterin

Seit 1990 ist Ilona Schwabe Hausmeisterin im Leohaus und wohnt mit meinem Sohn Manuel im ersten Obergeschoss. Sie ist an 6 Tagen in der Woche für die Gemeinde erreichbar. Samstags ist ihr freier Tag.

Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, werden alle Termine von lona Schwabe entgegengenommen und im Kalender eingetragen.

Ilona Schwabe ist umgezogen

Die Küsterin unserer Pfarrkirche und Hausmeisterin des Leohauses Ilona Schwabe ist umgezogen. Ab März 2009 wohnt sie in der Oststraße 9. Ilona Schwabe ist auch weiterhin als Hausmeisterin im Leohaus tätig sein.


29.09.06 - Vorgaben des Bistums
aus der Wocheninfo St. Vitus

Für viel Gesprächsstoff wird gerade innerhalb der Kirchengemeinde auch der für das Jahr 2010 ins Auge gefasste Schritt der Aufgabe des Leohauses sorgen. Der Kirchenvorstand St. Vitus sieht aufgrund der dringend notwendigen Einsparungen keine Möglichkeit, das Leo-Haus mit seinem hohen Unterhaltsaufwand zu halten.

Neue, kleinere Räumlichkeiten für das Leben der Gruppierungen der Pfarrgemeinde müssten geschaffen werden. Diese sollen sich möglichst in der Nähe der Kirche und des Pfarrhauses befinden.

Gemeinsam mit dem Bistum Münster und der Stadt Olfen will man in der nächsten Zeit nach Alternativlösungen Ausschau halten. Das Bistum Münster hat angeordnet, dass Kirchengemeinden mit zu großen Gebäuden innerhalb einer Dreijahresfrist entsprechende Pläne für das Gebäudemanagement umzusetzen haben. Das bedeutet für Olfen, dass bis zum Jahre 2010 die neuen Räumlichkeiten zur Verfügung stehen müssten.
Wie das Leo-Haus in Zukunft genutzt werden kann, ob es vermietet werden kann oder aber verkauft werden wird, darüber muss sich vor allem der neue Gesamtkirchenvorstand baldmöglichst Gedanken machen.

 

18.03.07 - Sparmaßnahmen
Die finanzielle Situation zwingt die katholischen Kirchengemeinden in Deutschland zu großen Einsparungen, so auch in Olfen und Vinnum.

Die katholische Kirchengemeinde St. Vitus möchte mit allen Gemeindemitgliedern über diese Sparzwänge (Leohaus, Jugendarbeit, Stadtranderholung, Bücherei) diskutieren und lud am Sonntag, 18.03.07, ins Leohaus ein.

Der Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat standen für Fragen und Anregungen zur Verfügung.

Kirchenvorstand und Gemeindemitglieder wollen gemeinsam beraten, wie die erforderlichen Sparmaßnahmen umgesetzt werden können - ob das Leohaus aufgegeben werden muss.

Die Nachricht aus der katholischen Kirchengemeinde St. Vitus und dem Bistum Münster ist ein Schock für viele Gemeindemitglieder in Olfen: „Das Leohaus soll aufgegeben werden“, heißt es am 30.09.06. Für das Jahr 2010 sei das angedacht, da die Kirchengemeinde sparen müsse. Die Unterhaltung des Leohauses sei zu teuer. 1.200 Quadratmeter Fläche, 60.000 Euro Unterhaltungskosten pro Jahr: laut Pfarrer Bernd de Baey nicht zu leisten.

Die Kirche strebe ein alternatives kleineres Gebäude in der Nähe der Kirche an, das für die Aufgaben und Gruppierungen der Kirche genutzt werden solle. Bernd de Baey sagte im Interview mit den Ruhr Nachrichten später: „Natürlich ist das Leohaus ein Haus mit großer Gemeindetradition. Dass der Abschied vielen schwerfällt, liegt auf der Hand. Es ist weiterhin viel Überzeugungsarbeit zu leisten.“ Der Abschied sei ohne Alternative: „Die vom Kirchenvorstand jetzt ergriffenen Sparmaßnahmen sind notwendig, damit wir einem Haushaltssicherungskonzept durch das Bistum entgehen“, so de Baey. Dies liege an wegbrechenden Kirchensteuereinnahmen.
Wie soll diese Riesenlücke geschlossen werden? Das fragten sich viele Olfener.

18.03.07 - Gemeindeversammlung
Am 18. März gibt es eine Gemeindeversammlung: Kirchenvorstandsmitglied Stefan Lau erklärt, dass es noch keinen Beschluss gebe, was die Gemeinde machen wolle - vermieten oder verkaufen seien die Optionen fürs Leohaus. Der Kirchenvorstand habe sich intensiv mit dem Thema befasst.

„Das Bistum hat die Gebäude der Kirchengemeinde bewertet und ist zu dem Ergebnis gekommen: 740 m2 können vom Bistum aufgrund der Zahl der Gemeindemitglieder bezuschusst werden.“ Die Vitus-Gemeinde hätte somit 600 m2 zu viel Raum zur Verfügung. Zurzeit erhalte man noch 21.815 Euro an Schlüsselzuweisungen. „Wir können aber davon ausgehen, dass diese ab dem kommenden Jahr geringer ausfallen“, so Lau. Deswegen sei es für die Gemeinde günstiger, ein neues Pfarrheim auf Basis der Schlüsselzuweisungen zu bauen.

„Noch können wir selbst über unseren Haushaltbestimmen“, so Lau. Wenn man aber die finanzielle Situation nicht eigenständig verbessern könne, drohe ein Haushaltssicherungskonzept. „Dann entscheiden andere.“ Pastor Bernd de Baey sagte damals: „Es ist für die Gemeinde wichtig, wie wir die Punkte diskutieren. Es darf nicht zu einer Spaltung innerhalb der Gemeinde kommen.

29.09.06 - Vorgaben des Bistums

Für viel Gesprächsstoff wird gerade innerhalb der Kirchengemeinde auch der für das Jahr 2010 ins Auge gefasste Schritt der Aufgabe des Leohauses sorgen. Der Kirchenvorstand St. Vitus sieht aufgrund der dringend notwendigen Einsparungen keine Möglichkeit, das Leo-Haus mit seinem hohen Unterhaltsaufwand zu halten.

Neue, kleinere Räumlichkeiten für das Leben der Gruppierungen der Pfarrgemeinde müssten geschaffen werden. Diese sollen sich möglichst in der Nähe der Kirche und des Pfarrhauses befinden.

Gemeinsam mit dem Bistum Münster und der Stadt Olfen will man in der nächsten Zeit nach Alternativlösungen Ausschau halten. Das Bistum Münster hat angeordnet, dass Kirchengemeinden mit zu großen Gebäuden innerhalb einer Dreijahresfrist entsprechende Pläne für das Gebäudemanagement umzusetzen haben. Das bedeutet für Olfen, dass bis zum Jahre 2010 die neuen Räumlichkeiten zur Verfügung stehen müssten. Wie das Leo-Haus in Zukunft genutzt werden kann, ob es vermietet werden kann oder aber verkauft werden wird, darüber muss sich vor allem der neue Gesamtkirchenvorstand baldmöglichst Gedanken machen.

 

Kirchenvorstand und Leohaus-Anhänger wollen gemeinsam beraten
Die Zukunft des Leohauses ab dem 01.01.09 ist ungewiss. "Es gibt aber zurzeit keinen Beschluss des Kirchenvorstandes, das Leohaus zu verkaufen oder zu vermieten", betonte Kirchenvorstandmitglied Stefan Lau bei der gestrigen Gemeindeversammlung im Leohaus.

Der Kirchenvorstand habe sich allerdings in den letzten Monaten intensiv mit dem Leohaus befasst. "Das Bistum hat die Gebäude laut Kirchengemeinde bewertet und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass eigentlich zu viel Raum für die Gemeindemitglieder zur Verfügung steht", so Stefan Lau. Aufgrund der Anzahl der Gemeindemitglieder könnten 740 m2 vom Bistum bezuschusst werden. Die Vitus-Gemeinde hätte aber rund 600 m2 zuviel Raum zur Verfügung. Zurzeit erhalte man noch 21.815 Euro an Schlüsselzuweisungen. "Wir können aber davon ausgehen, dass diese ab dem kommenden Jahr geringer ausfallen". Deswegen müsse man, sich überlegen, ob es nicht günstiger für die Gemeinde ein neues Pfarrheim auf Basis der Schlüsselzuweisungen zu bauen.

"Noch können wir selbst über unseren Haushalt bestimmen", so Lau. Wenn man aber die finanzielle Situation nicht eigenständig verbessern könne, drohe ein Haushaltssicherungskonzept. "Dann entscheiden andere und wir können nicht mehr mitbestimmen."

Keine Spaltung

Pastor Bernd de Baey hielt sich bei der Diskussion zurück. Zu Beginn betonte er jedoch, dass er in vielen Gesprächen erfahren habe, wie wichtig das Leohaus für das Gemeindeleben sei. "Die Geschichte des Leohauses ist eng mit der Geschichte der Kirche verbunden." Der Kirchenvorstand habe aber Handlungsbedarf gesehen, über das Leohaus nachzudenken. "Ich bitte sie, den anderen Argumenten mit Fairness zu begegnen." Er könne sagen, dass alle gesprächsbereit sind. Bernd de Baey: "es ist für die Gemeinde wichtig, wie wir die Punkte diskutieren. Es darf nicht zu einer Spaltung innerhalb der Gemeinde kommen.
Markus Vieting erklärte für den Pfarrgemeinderat, im Leohaus gebe es ein vielfältiges Angebot. "Wichtig ist, wenn einmal die Tür im Leohaus geschlossen wird, muss gleich am nächsten Tag an anderer Stelle eine Tür geöffnet werden."

In der anschließenden sachlichen Diskussion wurde deutlich, dass man versuchen muss, die finanzielle Situation verbessern. Möglich ist dies durch eine Senkung der Ausgaben und durch zusätzliche Einnahmen. Auf Anregung von Edith Möller wird sich der Kirchenvorstand nun in naher Zukunft mit einem Kreis, der für den Erhalt des Leohaus kämpft, treffen und über Möglichkeiten eines Erhalts des Leohauses diskutieren.
HTW

 

Kommentar
Theo Wolters

Gemeinde muss eingebunden werden - Kampf lohnt sich noch

Es gibt noch keine Entscheidung im Kirchenvorstand das Leohaus zu verkaufen oder zu vermieten. Diese Aussage war wichtig, denn viele Gemeindemitglieder sind in den letzten Wochen von beschlossenen Tatsachen ausgegangen. Es kann sich so durchaus noch lohnen, für den Erhalt des Traditionsgebäudes zu kämpfen.
Die finanziell schwierige Situation der Kirchengemeinde ist den Gemeindemitgliedern durchaus bewusst. Doch warum soll es nicht noch andere Lösungen geben.

Kirchenvorstand und Gemeinde wollen weiter das Gespräch suchen und gemeinsam über verschiedene Möglichkeiten nachdenken. Dies ist gut so. Denn bei dieser wichtigen Entscheidung muss die Gemeinde mit auf den Weg genommen werden.

Theo Wolters

14.12.07 - Initiative will Willen der Bürger erkunden
Die endgültige Entscheidung über den Fortbestand des Leohauses ist noch immer nicht gefallen.

Auf der Homepage ist unter anderem zu lesen, dass es das Zlel der Kirchengemeinde ist, „Pfarrheimflächen auf Dauer zu sparen und die Unterhaltungskosten deutlich zu senken. Ob dies mit dem bestehenden Gebäude oder mit einem Neubau in der Nähe der Pfarrkirche St. Vitus erreicht werden kann ist noch offen. Elne so genannte Wirtschaftlichkeitsstudie, die von Seiten des Bistums Münster in Arbeit ist, liegt dem Kirchenvorstand St. Vitus bisher nicht vor.

Interessierte Gemeindemitglieder, die sich als Initiative zur Erhaltung des Leohauses zusammen geschlossen haben, sowie Vertreter des Kirchenvorstandes und Pastor de Baey trafen sich in den vergangenen Monaten mehrfach, um nach Möglichkeiten zur Erhaltung des Leohauses zu suchen.

Wirtschaftlichkeit

Der Kirchenvorstand stützt sich hauptsächlich auf die wirtschaftlichen Aspekte und Vorgaben aus Münster. Die Initiative ist der Meinung, dass das Leohaus nicht ausschließlich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachten werden darf sondern nach soziale und traditionellen gegenüber gestellt werden sollten.

Das Leohaus ist von, mit und für Olfener gebaut worden und bietet vielen Vereinen eine Heimat. Wie auf der Homepage der Kirchengemeinde der Chronik zu lesen ist, erhielt "das gesamte kirchliche Leben in der St. Vitus Gemeinde Olfen durch das neue Leohaus einen deutlich sichtbaren Aufschwung. Alle auswärtigen Besucher beneideten Olfen um diese moderne und großzügige Einrichtung".

Die Initiative ist der Meinung, dass sich das bis heute nicht entscheidend geändert hat und auch zukünftig so bleiben wird.

Um sich weiter für den Erhalt des Leohauses einzusetzen, sind die Mitglieder daran interessiert, die öffentliche Meinung zu erfragen und interessierte Mitbürger zur Mitarbeit einzuladen.Auch die Einbeziehung von Jugendlichen, etwa zur Erstellung einer Homepage, würde großen Anklang finden.

In den nächsten Wochen soll daher durch entsprechende Aktionen auf die Bürger zugegangen und der Gemeindewillen erfragt werden.

Wer sich gerne für die Erhaltung des Leohauses engagieren möchte, kann sich bei Edith Möller (Tel. 52 03) melden.

 

22.11.07 - Beratungen zum Leohaus
Am Donnerstag trafen sich Mitglieder des Kirchenvorstandes mit einigen Gemeindemitgliedern, die sich seit einiger Zeit für den Fortbestand des Leohauses als Pfarrheim einsetzen. Erörtert wurden das Für und Wider einer Beibehaltung des Leohauses als Pfarrheim.

Der Kirchenvorstand ist im intensiven Gespräch mit dem Bischöflichen Generalvikariat. Ziel ist es, Pfarrheimflächen auf Dauer einzusparen und die Unterhaltungskosten deutlich zu senken. Ob dies mit dem bestehenden Gebäude Leohaus oder aber mit einem Neubau in der Nähe der Pfarrkirche St. Vitus erreicht werden kann, ist noch offen.

Eine so genannte Wirtschaftlichkeitsstudie, die von Seiten des Bistums Münster in Arbeit ist, liegt dem Kirchenvorstand St. Vitus bisher noch nicht vor.

Auch während der nächsten Sitzung des Kirchenvorstandes am 04.12.07 wird der Punkt Leohaus Gegenstand intensiver Beratungen sein.

03.03.08 - Pfarrgemeinde lobt Architektenentwurf aus

Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand haben auf der Pfarrversammlung im Jahr 2007 dargelegt, dass das Leohaus als Pfarrzentrum auf Grund der Anzahl der Pfarrgemeindemitglieder zu groß ist.

Das Bistum Münster hat vorgeschlagen, in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen einen Entwurfswettbewerb für den Bau eines neuen Pfarrheimes in der Nähe der St. Vitus-Kirche auszuschreiben.

Als Ergebnis werden Entwürfe vorliegen, in denen sich Architekten Gedanken darüber machen, wie ein neues Pfarrheim aussehen kann. Hierzu werden Architekten mit einschlägiger Erfahrung im Bau von Pfarrzentren auch Architekten aus der Region aufgefordert.

Derzeit ist geplant, diese Entwürfe noch vor den Sommerferien zu begutachten und zu prämieren.

Über die weitere Verwendung des Leohauses werden in der nächsten Zeit u.a. Gespräche mit der Stadt Olfen geführt.

 

Gemeinde plant neues Pfarrheim
Von Theo Wolters
Die Kirchengemeinde St. Vitus möchte sich vom Leohaus trennen. Diese Absicht besteht schon längere Zeit. Nun wird sie wohl in die Tat umgesetzt.

Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand hatten im letzten Jahr dargelegt, dass das Leohaus als Pfarrzentrum inzwischen deutlich größer als zulässig und faktisch nicht mehr finanzierbar sei.

Daher habe das Bistum vorgeschlagen, in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen einen Entwurfswettbewerb für den Bau eines neuen kleineren Pfarrheimes in der Nähe der St.-Vitus-Kirche auszuschreiben.

Entwürfe vor den Sommerferien begutachten

"Als Ergebnis werden Entwürfe vorliegen, in denen sich Architekten Gedanken darüber machen, wie ein neues Pfarrheim aussehen kann", heißt es in der Presseerklärung, die auch als Gemeindeinformation am Wochenende in der Kirche auslag.

Neben Architekten mit Erfahrung im Bau von Pfarrzentren sollen auch Architekten aus der Region aufgefordert werden, ihre Vorschläge einzureichen. Derzeit ist geplant, diese Entwürfe noch vor den Sommerferien zu begutachten und zu prämieren. Abschließend heißt es: "Über die weitere Verwendung des Leohauses werden in der nächsten Zeit u.a. Gespräche mit der Stadt Olfen geführt werden."

600 Quadratmeter zu viel im Leohaus

Auf Anfrage teilte Bürgermeister Josef Himmelmann mit, die Kirche sei bereits an die Stadt herangetreten, um über einen Verkauf des Leohauses zu diskutieren.

Aufgrund der finanziellen Situation der Vitus-Gemeinde hatte Pastor Bernd de Baey im letzten Jahr den Abschied vom Leohaus ins Gespräch gebracht. Aufgrund der Anzahl der Gemeindemitglieder kann das Bistum nur noch ein Pfarrheim in der Größe von 740m² bezuschussen. Im Leohaus hat die Gemeinde aber rund 600m² zu viel Raum zur Verfügung.

19.06.08 - Nutzung des Leohauses
Einige Vereine, die an einer Nutzung des Leohauses interessiert sind, haben sich bereits beim Bürgermeister gemeldet. Sollte die Stadt das Gebäude von der katholischen Kirchengemeinde St. Vitus kaufen und renovieren, dann könnten Interessenten auch Wünsche zur Gestaltung anmelden.

Josef Himmelmann deutet an, was - möglich wäre: Zum Beispiel könnte ein Raum allein von einem Verein genutzt werden oder auch gemeinsam von mehreren. Das würde sich natürlich auf die Höhe der Nutzungsgebühren nieder schlagen. Möchten Musikgruppen einen bestimmten Raum nutzen, dann ließe der sich sicherlich nach akustischen Gesichtspunkten einrichten. Braucht ein Verein eine Bühne für Aufführungen, so könnte diese im Saal des Leohauses gebaut werden. Alle interessierten Gruppen und Organisationen sind aufgerufen, sich bis zum Ende nächster Woche bei Josef Himmelmann zu melden.
mam

 

14.06.08 - Leohaus für die Bürger
Von Matthias Münch

Was wird aus dem Leohaus nach dem Verkauf durch die katholische Kirchengemeinde? Ein Haus der Stadt für ihre Bürger und Vereine, wenn es nach dem Wunsch der Kommunalpolitiker geht.

Am Donnerstag gab der Haupt- und Finanzausschuss in nicht öffentlicher Sitzung grünes Licht dafür. Dem HFA lag ein erster umfangreicher Architekten-Entwurf zum Leohaus vor. Daraus geht hervor, dass das Gebäude erheblichen Sanierungsbedarf hat. Aber man kann etwas Gutes daraus machen. Dazu gehören auch zeitgemäße Energiesparmaßnahmen.

Renovierung günstiger als Neubau

Jedenfalls würden die Kosten für Kauf und Renovierung des Hauses deutlich niedriger ausfallen als für einen vergleichbaren Neubau, was Bürgermeister Josef Himmelmann am Freitag gegenüber unserer Zeitung bestätigte. Das Leohaus hat eine Gesamtnutzfläche von rund 1250 m², das Grundstück ist 2250 m² groß. Erbaut wurde es im Jahr 1929.

Treppenhaus aus Glas

Der Entwurf des Architekten sieht ein vorgelagertes großes verglastes Treppenhaus samt Aufzug vor. Alle Etagen sollen renoviert und teilweise funktionaler gestaltet werden. Das Untergeschoss bleibt der Jugend mit separatem Eingang erhalten. Außerdem ist dort eine Gastronomie mit eigenen Eingängen vorgesehen.

Der Saal im Erdgeschoss bleibt erhalten. Die Räume im Erd- und Obergeschoss sollen für Vereine und eventuell auch VHS oder Musikschule zur Verfügung stehen. Das Dachgeschoss soll nur als Lager genutzt werden. Das äußere Erscheinungsbild wird moderner gestaltet.

Stadt übernimmt Kauf

Ob sich ein solches Konzept verwirklichen lässt, hängt von den möglichen Nutzern ab. "Wir möchten nun die Vereine fragen, ob sie sich unter festen Bedingungen am Leohaus beteiligen wollen", sagt Josef Himmelmann. Das bezieht sich auf die laufenden Kosten. Kauf und Renovierung könne die Stadt aus eigenen Mitteln finanzieren, ohne die Komplettentschuldung des Haushaltes in Frage zu stellen, versichert der Bürgermeister.

Eine Nutzung der Räume sei aber nicht kostenlos möglich. Daran müssten sich die Vereine je nach ihren finanziellen Möglichkeiten beteiligen. Interessierte Vereine sollten sich bis Ende kommender Woche bei ihm melden, bittet der Bürgermeister. Wenn feststeht wer mitmacht, wird das Konzept konkretisiert und in einer Bürgerversammlung der Öffentlichkeit vorgestellt.

19.07.08 - Im Leohaus geht es voran
"Ich bin mit dem Gespräch sehr zufrieden und freue mich, dass unser Konzept für das Leohaus auf Zustimmung stößt." Bürgermeister Josef Himmelmann hat am Donnerstag interessierte Vereine und Gruppen über künftige Möglichkeiten im Leohaus informiert.

"Es wird nicht nur das Konzept mitgetragen, sondern die Vereine sind auch bereit, sich an den laufenden Kosten zu beteiligen", so der Bürgermeister. Die Renovierungskosten würde die Stadt tragen, doch an den laufenden Kosten müssten sich die Vereine nach ihren Möglichkeiten beteiligen. "Es werden unterschiedliche Nutzungen gewünscht." So könnten sich Vereine eine jährliche Nutzung einzelner Räume vorstellen, aber auch an einer Nutzung für Veranstaltungen gebe es Bedarf. "Wir werden nun im August mit einzelnen Vereinen und Gruppen Gespräche führen", wie der Bürgermeister betont. Es könnten sich durchaus noch Vereine melden. Dies sollte nun aber zügig geschehen, damit die Verwaltung planen könne. Himmelmann: "Die Nachfrage ist ausgesprochen groß, das freut mich."

 

16.07.08 - Verwaltung stellt Nutzungskonzept für das Leohaus vor
Elf Vereine und Gruppen aus der Steverstadt können sich durchaus eine Nutzung des Leohauses vorstellen"Wir haben die Interessierten nun ins Leohaus eingeladen. Dort wollen wir ihnen die Räume und unser Konzept vorstellen", erklärte Bürgermeister Josef Himmelmann auf Anfrage. Die Vereine werden bei dem morgigen Termin auch über mögliche Bedingungen informiert.

Nutzung

"Die gewünschte Nutzung ist durchaus unterschiedlich", so Josef Himmelmann. Es gebe Interesse, einen Raum ständig zu nutzen, aber auch an eine Nutzung nur zu unterschiedlichen Terminen hätten Vereine und Gruppen Interesse. "Die Nutzung der Bühne für Proben und auch Aufführungen wird gewünscht."

Morgen wird die Verwaltung den Vereinen genaue Informationen geben. "In einem zweiten Schritt werden wir dann gezielt mit den einzelnen Vereinen und Gruppen über eine künftige Nutzung des Leohauses sprechen." Nach diesen Gesprächen werde die Verwaltung einen Vorschlag erarbeiten, der dann in den politischen Gremien diskutiert werden soll.

Froh ist der Bürgermeister, dass er in der letzten Woche NRW-Minister Karl-Josef Laumann bei seinem Besuch in Olfen über das Konzept informieren konnte. "Wir werden dem Minister unser Konzept nun schriftlich erläutern." Karl-Josef Laumann hatte sich wie berichtet bereit erklärt, einen Gesprächstermin mit dem Minister für Bauen und Verkehr Oliver Wittke in Düsseldorf zu vermitteln. "Wir müssen dann mal schauen, ob Zuschüsse für die Umgestaltung des Leohauses möglich sind", so der Bürgermeister.
HTW

 

25.06.08 - Neun Vereine wollen ins Leohaus

Bürgermeister Josef Himmelmann ist mit der Resonanz auf seinen Aufruf zu einer möglichen Nutzung des Leohauses sehr zufrieden. Neun Vereine haben sich bereits bei ihm gemeldet und ihr Interesse bekundet. "Ein oder zwei weitere Vereine werden noch hinzu kommen", sagt Himmelmann.Weil die katholische Kirchengemeinde St. Vitus das Leohaus abgeben will, könnte die Stadt es kaufen, renovieren und als Vereinshaus weiter führen. Für ein solches Vorgehen hat die Verwaltung vom Rat grundsätzlich grünes Licht bekommen. Ob sich ein entsprechendes Konzept verwirklichen lässt, hängt von konkreten Vereinbarungen mit Olfener Vereinen ab. Denn die Stadt würde zwar die Investition bezahlen. Für die Nutzung müssten allerdings Gebühren gezahlt werden.

Um konkrete Bedingungen zu besprechen, wird Josef Himmelmann nun die interessierten Vereine zu einem Treffen einladen. Danach wird das Konzept konkretisiert und in einer Bürgerversammlung der Öffentlichkeit vorgestellt.
mam

01.11.08 - Leohaus ist von Vereinen begehrt
Weitere Vereine, die sich einen Platz im Leohaus sichern möchten, sollten sich sputen. Denn eigentlich ist das Leohaus schon voll, so groß ist das Interesse. Das teilten Bürgermeister Josef Himmelmann und Beigeordneter Wilhelm Sendermann nach der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses gegenüber unserer Zeitung mit.

Im nicht öffentlichen Teil der Sitzung hatten sie über das Thema berichtet. Die Wünsche der Vereine reichen von einer Nutzung fünfmal pro Jahr über die regelmäßige Nutzung eines Raumes einmal pro Woche bis hin zu einem eigenen abschließbaren Raum, der nur diesem einen Verein zur Verfügung steht. Dabei müssten die Vereine die laufenden Kosten für Strom oder Heizung selbst aufbringen. An der Miete würde sich die Stadt mit 49 Prozent beteiligen. 51 Prozent der Miete müssten die Vereine tragen, natürlich im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten.

Eine Grundsatzentscheidung über den Kauf des Leohauses von der katholischen Kirchengemeinde St. Vitus soll der Rat noch in seiner Sitzung im Dezember fällen.

Die Verwaltung hat sich beim Städtebauministerium in Düsseldorf über Fördermöglichkeiten zur Renovierung des Hauses erkundigt. Noch ist offen, ob es solche Mittel gibt, so Josef Himmelmann. Die Entscheidung über den Kauf hänge aber nicht davon ab.

Wegen des großen Interesses am Leohaus zeichne sich ab, dass eine Übernahme in städtische Hände viel mehr als eine Ersatzlösung werden könnte, betonte Wilhelm Sendermann: „Es wäre ein Sprung nach vorne in der gesellschaftlichen Entwicklung der Olfener Vereine."
mam

2010

Die Stadt Olfen möchte das Konzept zur Nutzung des Leohauses vorantreiben 

Nachdem das neue katholische Pfarrheim in absehbarer Zeit fertiggestellt ist und damit die Stadt Olfen das Leohaus für die Olfener Vereine übernehmen kann, soll jetzt das Nutzungskonzept entwickelt und festgelegt werden.

 

Die Stadt Olfen lädt in einer Pressemitteilung alle Olfener Vereine, die an einer Nutzung des Leohauses interessiert sind, zu einer Informationsveranstaltung am Mittwoch, 4. August, um 19 Uhr in das Leohaus ein. Dann geht es um den aktuellen Sachstand und Nutzungsperspektiven.

07.08.10 - Ein Haus für alle Olfener
Das Leohaus bleibt der Steverstadt erhalten. Es wird das ganz besondere I-Tüpfelchen werden, das allen Bürgern etwa ab dem Jahre 2012 in modernem Ambiente mit neuem Konzept zur Verfügung stehen wird.

 

Ein Generationenhaus, das „für das Gemeinwesen von ganz großer Bedeutung sein wird", warb Bürgermeister Josef Himmelmann für das 1,4 Millionen Euro teure Projekt.

 

„Es ist eine Investition in die Gemeinschaft", betonte Himmelmann, der mit dem Beigeordneten Wilhelm Sendermann sowie Landschaftsarchitektin Britta Biermann und Hauptamtsleiterin Daniela Damm im Leohaus das Gespräch mit den Vereinen suchte.

 

Unterstützung vom Land

Die Stadt versteht sich als „Hebamme", wobei das Engagement der Bürger unverzichtbar ist, führte der Bürgermeister aus. Bis zu 80 Prozent Fördermittel sind möglich. Das Städtebauförderungsprogramm des Landes NRW mit dem klangvollen Titel „Initiative ergreifen" unterstützt bürgerschaftliche Projekte.

 

„Für uns eine ganz große Chance", so Himmelmann, der sich aus allen Vereinen Aktive wünscht, die als Gruppe bereit sind, an einem Konzept mitzuwirken.

 

Im nächsten Frühjahr muss der Förderantrag gestellt werden, der dann ein Qualifizierungsverfahren durchläuft. Noch in diesem Monat wird der Vertrag zwischen der Stadt und der katholischen Kirche unterschrieben, in dem die Stadt das Leohaus mit Grundstück erwerben wird. Anfang nächsten Jahres soll der Bebauungsplan für das neue Pfarrheim rechtskräftig werden. Mit der Fertigstellung wird 2012 gerechnet, so dass dann das Leohaus frei wäre für Umbau und Umgestaltungsmaßnahmen.

 

Die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Interesse besteht ebenso an festen Räumlichkeiten, Räume, die sich Vereine teilen, oder sporadische Nutzungen.

 

Jugendarbeit

Da die katholische Kirche sich aus der offenen Jugendarbeit zurück zieht, möchte die Stadt das Loch auffangen und im Untergeschoss eine Anlaufstelle für Jugendliche betreiben. Für ältere Menschen könnte es ein Selbsthilfezentrum oder eine Mobilitätszentrale geben.

 

Damit könnte sich der Kreis schließen in einem Städtchen, in dem jedes Alter willkommen ist. Das zumindest waren die Ansätze, die der Bürgermeister vorstellte. Sinnvoll sei ein Büro, das dauernd besetzt wäre. Ob das Leohaus über einen Verein oder eine Stiftung geführt wird, liegt noch im Unklaren. Anfang September findet das nächste Treffen statt. Jeder Verein sollte möglichst mit einem Ansprechpartner vertreten sein.

em

 

 

15.09.10 - Bürger planen Leohaus

Wenn die Kirchengemeinde das Leohaus aufgibt, soll es für die Bürger der Steverstadt erhalten bleiben. Und es sieht gut aus. Unter dem Titel 'Unser Leohaus' entwickeln Stadt und Vereine zur Zeit Pläne für die Zukunft des Gebäudes.

Daniela Damm von der Stadtverwaltung stellte dem Haupt- und Finanzausschuss in Gesprächen mit Vereinen entwickelte Überlegungen vor. „Der Begriff 'Unser Leohaus' verdeutlicht, was es sein soll", so Daniela Damm. Denn es soll ein Haus von Bürgern für Bürger werden. Denn so bestehe die große Chance, Fördermittel zu erhalten. Die Verwaltung hat bereits Kontakt mit dem Büro „startklar" in Dortmund aufgenommen. Dieses Büro ist mit dem Management des Landesprogramms

„Initiative ergreifen - Bürger machen Stadt"

beauftragt. „Unsere Ideen sind bei den Vertretern gut angekommen", so Daniela Damm. Sie hätten mit glänzenden Augen das Rathaus verlassen.

Im Leohaus können sich Vereine und Stadt eine Mobibiltätszentrale vorstellen. Dort könnten ältere Bürger anrufen, wenn sie zum Beispiel eine Fahrgelegenheit brauchen. Dies könne der Bürgerbusverein übernehmen. Gedacht ist auch an eine Vereinsgeschäftsstelle. „Die bürokratischen Aufgaben der Vereine nehmen immer mehr zu, können kaum noch ehrenamtlich geleistet werden", erläuterte Daniela Damm. Vorstellen könne man sich auch eine Selbsthilfezentrale. So könnten kleinere Arbeiten vermittelt werden.

Das neue Leohaus soll auch weiterhin eine Heimat für viele Vereine sein. Auch ein Saal mit einer Bühne soll zur Verfügung stehen. Im Leohaus verbleiben soll auch der Jugendtreff. Als Gesellschaftsform kommt eine Bürgerstiftung in Betracht. Die Verwaltung hat bereits mögliche Kosten ermittelt. Nach dem Abzug von Zuschüssen und einem Eigenanteil der Stadt müsste ein Stiftungsgeld in Höhe von 180 000 Euro aufgebracht werden. „Die Verwaltung kann sich vorstellen, jeden gestifteten Euro zu verdoppeln", so Daniela Damm. Zudem müssten jährlich rund 15.000 Euro der Betriebskosten erwirtschaftet werden.

Am kommenden Dienstag wird sich die Stadt erneut mit Vertretern der Vereine treffen. Dann sollen die Ideen weiter entwickelt werden. „Die Bürger sollen das Projekt vorantreiben, Stadt wird unterstützen", so Daniela Damm.

23.09.10 - Beim Leohaus ziehen die Vereine voll mit

Sehr konstruktiver Planungsabend

Wenn die katholische Kirchengemeinde ihr neues Pfarrhaus fertig hat, wird sie das Leohaus aufgeben. Die Stadt möchte das Gebäude dann für Olfener Bürger und Vereine erhalten. Die Pläne dafür machen Fortschritte.

Am Dienstagabend fand im Bürgerhaus nun ein weiteres Gespräch zwischen Verwaltung und Vereinsvertretern statt, über das Hauptamtsleiterin Daniela Damm unserer Zeitung berichtete.

„Es war ein wirklich gelungener Abend", schwärmt Daniele Damm. 16 Vereine seien dabei gewesen. Zwei weitere hatten bereits im Vorfeld ihre feste Mitarbeit bekundet. Das Interesse, so Damm, decke eine ganze Bandbreite ab. Von ein oder zweimaliger Nutzung pro Jahr über wöchentliche Trainingstermine (zum Beispiel Schachclub) bis zur festen Anmietung bestimmter Räume war alles dabei.

Als Vereinsheim nutzen Einige Vereine, die noch kein eigenes Domizil haben oder das Leohaus bereits nutzen, möchten dort ihr Vereinsheim einrichten. Auch eine Geschäftsstelle für Vereine ist geplant. Hier könnte festes Personal die Büroarbeiten für Vereine übernehmen. Das würde die Stadt organisatorisch begleiten. Und schließlich hält auch der Bürgerbusverein die Idee einer Mobilitätszentrale im Leohaus aufrecht.

Bürger sollen helfen

Das Wichtigste stellte Daniela Damm noch einmal in den Vordergrund: „Die Bürger selbst sollen das Projekt in die Tat umsetzen, damit die in Aussicht gestellten Fördergelder fließen. „Genau das wollen die Vereine auch übernehmen", freut sich die Hauptamtsleiterin. Um dies voranzutreiben, haben die Vereine am Dienstag einen Kernarbeitskreis mit einem halben Dutzend Vertretern gebildet. Der soll nun ein Raumkonzept; ein Trägerkonzept (Stichwort Bürgerstiftung) und einen Wirtschaftsplan erstellen.

Bis zum 5. November sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein. Dann werden sie dem Büro „Startklar" vorgestellt, das über die Mittel aus dem Landesprogramm „Initiative ergreifen - Bürger machen Stadt" entscheidet.

Danach werden sich die Vereine auch wieder in großer Runde treffen, um den Fortgang des Projekts zu verfolgen.
mam

2011

Anne Behr (r.) von der Stadt Olfen mit einigen Aktiven, die sich für das Projekt 'Unser Leohaus' engagieren. RN-Foto Edith Möller
Anne Behr (r.) von der Stadt Olfen mit einigen Aktiven, die sich für das Projekt 'Unser Leohaus' engagieren. RN-Foto Edith Möller

Ein Netzwerk bürgerschaftlichen Engagements
Ruhr Nachrichten

 

OLFEN. An dem Projekt „Unser Leohaus" wird auf Hochtouren gearbeitet. Es soll eine Investition in die Zukunft werden. Das ist das Bestreben der Stadt. Damit sind jedoch nicht die etwa 1,4 Millionen Euro gemeint, die die Sanierung des Hauses verschlingen wird, sondern vielmehr die ehrenamtliche Investition in ein Netzwerk bürgerschaftlichen Engagements.

 

Die immer älter werdende Gesellschaft, die fehlende Mobilität, um am sozialen Leben teilzunehmen und auch Familienbande, die nicht mehr vorhanden sind, all das sind Gründe, für die eine neue Form des Zusammenlebens gefunden werden soll. Solidarität ist gefragt. Viele Ideen wurden gesammelt und werden zur Zeit parallel vorangetrieben.

 

Im Frühjahr 2010 hatte die Stadt zu einem ersten Treffen mit Vertretern aller Vereine eingeladen. Daraus entwickelte sich eine große Gruppe Aktiver, die an der Umsetzung dieser stolzen Pläne arbeitet. Bis zum Sommer soll die Bürgerstiftung „Unser Leohaus" gegründet werden. Zielsetzung der Stiftung ist es, ein Dach für alle Aktivitäten und Vereine zu sein. Gegenseitiges Helfen steht hier im Vordergrund.

 

„Der Bürger, der Hilfe sucht, soll Hilfe finden bei denen, die Hilfe anbieten." So hat es Hermann Pieper (Spielmannszug) treffend formuliert. Er arbeitet mit Martina Harlinghausen (Theater Pur)  und Matthias Kortenbusch (KITT) an der Satzung der Stiftung. Unterstützt werden sie von Anne Behr (Stadt Olfen), die neben Bürgermeister Josef Himmelmann das Projekt engagiert begleitet. Das Dach „Bürgerstiftung" soll zunächst von vier Säulen getragen werden:

  • Die Freiwilligenagentur
    Sie wird die zentrale Anlaufstelle für Hilfesuchende sein und die, die Hilfsdienste anbieten. Hier sollen zudem Verknüpfungen stattfinden mit Vereinen, die bereits caritative Leistungen anbieten.
  • Das Vereinsleben
    Vereine, die bisher das Leohaus genutzt haben und neue Vereine sollen die Räumlichkeiten mit Leben füllen.
  • Mobilitätszentrale
    Der Bürgerbus-Verein arbeitet an einer bedarfsorientierten Beförderung.
  • Back-Office
    Das ist die Anlaufstelle, die von der Stadt unterstützt wird. Vereine erhalten professionelle Hilfe, wenn es um steuerliche Fragen geht oder um Versicherungen, Beiträge, Satzungen und vieles mehr.

Dieses Gesämtprojekt durchläuft ein mehrstufiges Qualifikationsverfahren auf regionaler und Landesebene. Bei einer positiven Entscheidung winken 80 Prozent Zuschüsse für den Umbau des Leohauses, das die Stadt gekauft hat. Sobald das neue Pfarrhaus fertig ist, wird mit der Sanierung begonnen. Bis dahin bleibt im Leohaus alles beim Alten.

Edith Möller

20.04.11 - Gründung des Vereins Mi0 steht bevor
Ruhr Nachrichten

OLFEN. Der Vereine Mi0 (Miteinander in Olfen ist auf einem guten Weg. Die Gründungsversammlung ist jetzt für Mittwoch, 4. Mai, um 19 Uhr im Bürgerhaus terminiert worden. Mitglieder können alle Bürger der Steverstadt werden, die etwas Freizeit für andere Olfener einsetzen möchten. Der Verein wird keine Mitgliedsbeiträge erheben, wird sich aus Spenden finanzieren. So ist eine Fördermitgliedschaft auch willkommen.

 

Beim Organisationsteam sind schon einige Anfragen auf Unterstützung eingegangen. So bittet die Wieschhofschule um Unterstützung für einige Projekte wie Stricken, Häkeln, Kochen Gärtnern und das Fahrradtraining. Gemeldet hat sich auch das St. Vitus-Stift. Es würde sich über Unterstützung bei Erzählkreisen und Vorlesen freuen. Auch einzelne Bürger haben sich an das Organisationsteam gewandt. Gewünscht werden Besuchsdienste, Spieleerklärungen, oder auch nur ein Mitbürger für etwas Gesellschaft.

Um möglichst viele Anfragen zu erfüllen, sucht das Organisationsteam Bürger, die etwas ihrere Zeit für andere Menschen einsetzen möchten Informationen gibt es unter Tel. (02595) 38 93 89. Interessierte können auch zum nächsten Treffen am Mittwoch, 20. April, um 15 Uhr im Bürgerhaus kommen.

03.05.11- Leohaus nimmt erste Hürde

Vereine und Verbände informierten sich über Stand der Projektentwicklung
Ruhr Nachrichten

Die erste Hürde zur Förderung des Projektes „Unser Leohaus" im Rahmen der Regionale 2016 ist genommen und der Projektstatus C erreicht.

Das teilte Anne Behr von der Stadt Olfen Vertretern der Olfener Vereine und Verbände jetzt im Bürgerhaus bei einem Info-Abend mit. Zielsetzung sei es nun, 2012 A-Projekt zu werden, damit die entsprechende Förderung gewährleistet ist, erläuterte Anne Behr die gewünschte weitere Entwicklung des Projektes.

Außerdem wurden die Aktivitäten vorgestellt, die künftig das Leohaus füllen sollen:

  • MIO Miteinander in Olfen(Gründungsversammlung am 04. Mai 2011)
  • Mobilitätszentrale (u. a.Neuausrichtung des bisherigen Bürgerbusses)
  • Aktives Vereinsleben
  • Back-Office als Angebot an die Vereine, Verwaltungstätigkeiten abzugeben.

Zur Konkretisierung der Pläne wird das Obergeschoss  des Bürgerbüros ab Herbst 2011 als „Leohaus in Lauerstellung" dienen. Dort sollen im Übergang MIO und die Mobilitätszentrale untergebracht werden.

Fragebogen verteilt

Außerdem wurden viele Fragen zur möglichen Nutzung und finanziellen Aufwendungen diskutiert. Dies zeigte das rege Interesse der Beteiligten, mit dem Projekt „Unser Leohaus" eine zentrale gemeinsame Anlaufstelle in Olfen zu finden. Zur Abfrage des Bedarfs zur Nutzung des Leohauses erhielten die Vereine an diesem Abend einen Fragebogen, der bis zum 11. Mai bei Anne Behr zurückgegeben werden sollte.

Alle Vereine und Verbände, die keinen Vertreter vor Ort hatten, können diesen Fragebogen bei Anne Behr, Tel. 389116, oder E-Mail: behr@olfen.de, anfordern.

2012

Foto: dreibund architekten

Architektenbüro aus Bochum hat Nase beim Leohaus vorn

Donnerstag Präsentation

Hallo  vom 24.06.12

 

Der Siegerentwurf für „Unser Leohaus" steht fest: Die Wett­bewerbsjury hat am Donners­tag einstimmig entschieden, den ersten Preis an das Büro dreibund architekten aus Bo­chum zu vergeben.

 

OLFEN. „Ich freue mich, dass der erste Wettbewerb im Rahmen der Regionale 2016 einen qualitativ so hochwertigen Entwurf her­vorgebracht hat", erklärte Uta Schneider,: Geschäfts­führerin der Regionale-2016­ Agentur, danach. Der Jury gehörten sowohl Mitglieder der Olfener Ratsparteien als auch Bürgermeister Josef Himmelmann und Her­mann Pieper als Vorsitzen­der der Bürgerstiftung an.

 

„Wir haben sehr viel Wert auf eine breite Beteiligung der Bevölkerung gelegt", be­tonte Pieper. Dem schloss sich Josef Himmelmann an: „Das einstimmige Votum spricht für die Qualität des Entwurfs. Das ist ein guter Ausgangspunkt für die wei­tere Beteiligung der Öffent­lichkeit und des Rates." Das Konzept betont die Verzahnung von Leohaus, Stadtpark und öffentlichem Raum, Das Bindeglied da­zwischen bilden ein kleiner Vorplatz, der ;,Bürgerplatz", und eine Cafeterrasse direkt neben dem neu gestalteten Eingangsbereich. Das Leo­haus selbst bleibt dabei weit­gehend erhalten. Leicht ver­setzt zum Bestand entsteht im hinteren Bereich ein neuer Saal, der im Sockelge­schoss Platz für den Jugend­bereich und den Spiel­mannszug bietet.

 

Der Siegerentwurf und die anderen prämierten Arbei­ten werden am Donnerstag (28. Juni 2012) um 17.30 Uhr im Leohaus präsentiert. An­schließend wird der Stadtrat in nichtöffentlicher Sitzung endgültig entscheiden, wel­ches Architekturbüro den Auftrag zum Umbau des Leohauses erhalten soll.

Leohaus wird vermessen

Ein von der Stadt Olfen beauftragtes Architekturbüro wird die Räume des Leohauses eingehend besichtigen und vermessen.
Die Vermessung soll die Grundlage für den anstehenden Architektenwettbewerb zur Neugestaltung des Leohauses für die Bürgerstiftung bilden.
Die Vermessung wird so geschehen, dass die Veranstaltungen im Leohaus nicht beeinträchtigt werden.

Bürgerstiftung im Leohaus
Die im vergangenen Jahr gegründete Bürgerstiftung ist bereits seit geraumer Zeit mit verschiedenen Aktivitäten im Leohaus vertreten. Der Kirchenvorstand möchte die Aktivitäten der Bürgerstiftung durch die zur Verfügungstellung der Räume gern unterstützen. Erst nach der Einweihung des neuen Pfarrheimes in der Nähe der St. Vitus-Kirche wird das Leohaus an die Stadt Olfen zum Eigentum übergeben werden. Bis zu diesem Zeitpunkt behält die Kirchengemeinde das Leohaus. Es steht, wie gewohnt, den zahlreichen kirchlichen und nichtkirchlichen Vereinen und Gruppierungen als Treffpunkt zur Verfügung.

Gemeinde St. Vitus nimmt Abschied vom Leohaus
Ruhr Nachrichten vom 13.11.12
Die katholische Kirche richtete am Samstag eine Abschiedsfeier vom Leohaus aus. Ein Highlight war die Hausführung. Viele nutzten noch einmal die Chance, einen Blick in alle Räume, vom Keller bis zum Dachgeschoss, zu werfen.
Von Pia Niewind

 

Bürgermeister Josef Himmelmann und Pastor Bernd de Baey sprachen die Grußworte. Danach traf Heike Sander, die durch den Abend führte, den richtigen Ton: „Das war’s jetzt mit den ernsten Worten, heute wird gefeiert.“

„Es ist traurig, Abschied vom Leohaus zu nehmen und auch ein komisches Gefühl, weil ich mit dem Leohaus viele schöne Erinnerungen verbinde“, erzählt Hanne Burow. Nach der Hausführung wurden alte Fotos, die von Bürgern aus den letzten 83 Jahren des Leohauses zusammengetragen wurden, per Diashow gezeigt.

„Das Leohaus hat eine lange Geschichte“, staunte Ilona Schwabe, Küsterin von St. Vitus. Anschließend sang der Chor Auftakt moderne und fröhliche Lieder. „Es ist schön zu wissen, dass das Haus weiter für die Bürger erhalten bleibt, denn es ist und bleibt ein Haus für die Olfener“, so Diakon Christoph Potowski. „Die soziale Idee des Leohauses wollen wir auch im Haus Katharina weiterführen. Dabei wollen wir aber kein zweites Leohaus bauen, es sollen keine Konkurrenzhäuser werden“, betonte Potowski.

Neuanfang im Haus Katharina

Den Service übernahmen an diesem Abend die Messdiener. Auch sie blickten auf eine schöne Zeit zurück. „Wir haben hier viel erlebt, Gruppenstunden, Partys, Leiterrunde und vieles mehr, doch wir freuen uns auch auf einen Neuanfang im Haus Katharina“, so Marius Eckmann. Organisiert wurde das Fest vom Ausschuss Feste und Feiern des Pfarrgemeinderates.

Peter Dördelmann, Mitglied des Ausschusses „Rettet das Leohaus“, betonte: „Die Abschlussfeier ist eine gute Gelegenheit, um Abschied zu nehmen. Wir haben nach Möglichkeiten gesucht, damit die Kirche das Haus weiter tragen kann, doch es gab keine. Heute bin ich froh, dass das Leohaus in neuer Form weitergeführt wird. Ich bin mir sicher, es wird ein tolles Haus.“

Sprüche an der Eingangswand

Nach dem offiziellen Teil fing die Party richtig an. Zur Erinnerung hatte sich der Festausschuss etwas Besonderes einfallen lassen. Anstelle eines Gästebuches waren die Besucher eingeladen, sich an der Eingangswand mit Stiften und Farbe zu verewigen. Sprüche wie „Danke für die tolle Zeit“ oder „Kostbare Jahre“ zeugen von einer besonderen Zeit in einem besonderen Haus, das nun Geschichte schreibt.


Gemeinde nimmt Abschied vom Leohaus
Große Feier mit Musik am 10. November 2012

Ruhr Nachrichten vom 05.11.12

Das Andenken an den Namensgeber des Leohauses ist bereits nicht mehr an sei­nem Ort. Die Büste von Adolph Kolping wird bald ei­nen neuen Platz erhalten. Denkbar ist die Josefskapelle in der St.-Vitus-Kirche. Nach und nach räumt die Pfarrge­meinde St. Vitus das Leohaus. Doch noch einmal möchte die Pfarrgemeinde dort feiern: Zur Abschiedsfeier sind alle Gemeindemitglieder für Samstag, 10. November, nach dem Gottesdienst um 18 Uhr eingeladen.

„Es soll ein fröhliches Tschüss werden," so Heike Sander von der kfd. Es über­wiege, so erklärt es Paul Sin­der von der Kolpingsfamilie, nicht die Trauer, sondern die Freude auf das Haus Kathari­na. „Wir freuen uns auch, dass das Leohaus bestehen bleibt." Dies sei der Wunsch vieler gewesen.

Überraschungen geplant

Am kommenden Samstag soll richtig gefeiert werden. Heike Sander: „Bis circa 22 Uhr ha­ben wir ein Programm mit ei­nigen Überraschungen ge­plant." Unter anderem würden Chöre singen. Bei ei­ner Diaschau sollen Fotos gezeigt werden, die das Le­ben im Leohaus in den letz­ten Jahrzehnten zeigen - aber nur eine Auswahl.

Diaschau zum Pfarrfest

Eine große Diaschau sei dann für das Pfarrfest am 15. Juni 2013 in und rund um das Haus Katharina ge­plant. „Fotos können noch bis Weihnachten im Pfarr­büro abgegeben werden", erklärt Heike Sander.

Nach dem Programm soll bei Musik und Tanz der Abschied vom Leohaus ge­feiert werden. Zur Stär­kung gibt es Brot; Käse und Pfefferbeißer. Die Geträn­ke werden zum Selbstkos­tenpreis angeboten.

Bis zum Jahresende wird das Leohaus ausgeräumt. Dann wird es an die Stadt übergeben. Die letzte gro­ße Veranstaltung wird die Herrensitzung der Prinzen­garde am 5. Januar sein.

Der Beginn der Umbau­arbeiten steht noch nicht fest. Im Sommer des nächs­ten Jahres könnten die Ar­beiten beginnen.

HTW


Leohaus - Abschied vom ersten Pfarrheim nach 83 Jahren
Gemeinsam unterwegs 2012

„Wehmut bezeichnet ein Gefühl zarter Traurigkeit hervorgerufen durch Erinnerung an Vergangenes. Bei wehmütigen Regungen .... werden nicht notwendig die gegenwärtigen Umstände gering geschätzt.“ (aus: Wikipedia)

Wehmut ist wohl das Wort, das am Besten die Gefühlslage der Olfener Vitus-Gemeinde beschreibt, wenn es um den Abschied vom Leohaus geht.
Die Erinnerung an das Leben im Leohaus verbindet alle Generationen. Die heute 80jährigen sprechen von Ihren Kindergartentagen im Leohaus. Damals wurden sie von Nonnen betreut. Sie sprechen von der Kapelle in der heutigen Altenstube, sie sprechen von Näh- und Kochkursen.

Ein Haus für alle Fälle

Die heute 50jährigen sprechen vom Treffen des Gesellenvereins, von der Ausweichschule im Leohaus, von Kolpingfesten, von Landjugend-Veranstaltungen.

“Das Leohaus war eines der größten Gemeindehäuser in der Umgebung. Daher trafen sich in Olfen Katholiken aus dem gesamten Kreisgebiet zu Veranstaltungen“, erzählen Helga
Eckmann und Paul Sinder im Gleichklang.

Und Heike Sander meint: „Ohne das Leohaus gäbe es die Katholische Frauengemeinschaft nicht mehr“. Und alle erinnern sich an die vielen Theaterstücke, die auf der Bühne des Leohauses gespielt wurden.
Und die Messdiener, die jüngsten Nutzer des Leohauses, berichten von Übernachtungen, von Koch- und Kinoabenden und von Gipsmasken, die sie geklebt haben. „Und dann mussten wir aufräumen, damit Ilona Schwabe uns auch beim nächsten Mal noch willkommen hieß“, so Johannes Ickerodt.

Und bei allen diesen Erzählungen schwingt immer Wehmut mit. Aber – wie heißt es im Lexikon - bei wehmütigen Regungen werden gegenwärtige Umstände nicht gering geschätzt. Ja – so ist es!

Für Kirchengemeinde zu groß

Viele, die voller Wehmut vom jahrzehntelangen Leben im Leohaus berichten, wissen auch: Die Kirchengemeinde St. Vitus kann das Leohaus, dieses Haus mit der riesigen Fläche, mit alten Heizungsanlagen und nicht isolierten Fenstern, sie kann das Haus nicht halten.

Also muss etwas Neues, etwas kleineres, etwas modernes her, ein Haus, das den heutigen Ansprüchen gerecht wird.

Und so freuen sich alle, auf das Neue, auf das Haus Katharina, und sie werden dabei immer wieder mit Wehmut an das Leohaus zurückdenken.

Maria Niermann

2013

Im Januar wird das Gemeindehaus von St. Vitus, das Haus Ktharina, im Schatten des Kirchturms eröffnet.

Der Stadtrat beschließt „UnserLeohaus“ am 7. März 2013.

Wenige Tage später, am 11. April, verpasst die Regionale dem Projekt den A-Stempel, also den höchstmöglichen Status. Das hilft später bei der Zusage der Fördermittel. 
Da hilft auch, dass am 25. April der Beirat von „Initiative ergreifen“ eine Empfehlung an das Städtebauministerium schickt: förderfähig!

Am 17. Dezember kommt der Zuwendungsbescheid vom Land NRW: Am Ende werden 60 Prozent der Kosten in Höhe von 4 Millionen Euro aus Landesmitteln bezahlt. 2O Prozent kommen aus dem städtischen Haushalt, weitere 20 Prozent aus der Bürgerstiftung.

2014
Jetzt wird umgebaut: Das Leohaus bekommt einen Anbau, wird entkernt und in den alten Mauern neu errichtet. Fast 100 Ehrenamtliche beteiligen sich am Umbau, jedes Wochenende sind Einsätze.

2015
Das Leohaus bekommt Dauermieter. Für das Lokal im Erdgeschoss gehen die Gespräche in die Endphase.

tow


08.05.16 - Wiedereröffnung

„Unser Leohaus“ ist wieder für die Olfener da: Nachdem in den vergangenen Wochen schon viele Veranstaltungen im neu eröffneten Leohaus stattgefunden haben, die Gastronomie und Saalvermietung schon lange die Geschäfte aufgenommen haben, ist am Sonntag der große Tag des Leohauses.

Um 10.30 Uhr beginnt die offizielle Eröffnungsfeier: Bürgermeister Wilhelm Sendermann wird die Gäste begrüßen, unter denen auch NRW-Bauminister Michael Groschek (SPD) ist. Barbara Finke, Vorsitzende der Bürgerstiftung „Unser Leohaus“, hält eine Ansprache, auch Groschek wird sicher ans Mikrofon treten.

Danach sind zwei Talkrunden geplant, die Andreas Kramer, Chefredakteur von Radio Kiepenkerl, moderiert.

Ab 13 Uhr ist das Haus dann für alle Besucher geöffnet. Die Dauermieter im Haus mit ihren Vereinsräumen, also die KG Kitt, der Spielmannszug, MiO, das JuZo und der Bürgerbusverein informieren über ihre Angebote. „Klasse, dass die alle mitmachen“, sagte Barbara Finke in dieser Woche auf Anfrage. Die Gastronomie „Leo's“ bietet dazu Speisen und Getränke.

tow