Pater Rajakumar Mathias dankt für die Unterstützung

 

Gaja ist ein Name, der für Zerstörung steht

Der Wirbelsturm rührte auch Olfener

 

Pater Rajakumar Mathias (40) war erschüttert, als er von der Naturkatastrophe in seiner Heimat erfuhr. Gaja, ein tropischer Wirbelsturm oder auch Zyklon, war im November über den Osten des Landes hinweggefegt und hat eine Spur der Zerstörung hinterlassen: Tote, Verletzte und Obdachlose. Fast 30.000 Strommasten hat Gaja wie Streichhölzer umgeknickt und 100.000 Bäume entwurzelt. Mitten im Katastrophengebiet: das Heimatdorf des katholischen Seelsorgers. Dass Pater Rajakumar, der seit August Pfarrverwalter von St. Vitus ist, eine besondere Verbundenheit hat mit der Unglücksregion, hatte sich in Olfen schnell herumgesprochen.

Die Menschen reagierten – nicht nur mit aufmerksamen Fragen nach dem Befinden der Angehörigen, die zum Glück unversehrt geblieben waren.

Die Gemeindemitglieder spendeten auch: 5.000 Euro. „Großartig“, findet Pater Rajakumar.

Denn er weiß, wie dringend das Geld gebraucht wurde – aus eigener Anschauung.

Im Juli 2019 war der indische Ordensgeistliche nach Hause geflogen.

 

Hilfe beim Aufbau

Er konnte sich überzeugen, wie die Spenden beim Aufbau halfen. Seine Ordensbrüder und –schwestern des Ordens des Heiligen Franz von Sales hatten vor Ort Projekte angestoßen und begleitet, „Natürlich nicht nur für Christen“, wie Rajakumar betont. Die seien in der Region ohnehin in der Minderheit.

„Ich kann allen Spenden nur danken“, so Pater Rajakumar. 


Sa, 08.12.18 - Kollekte am 2. Advent für die Sturmopfer in Südindien.

An dieser Stelle möchte Pater Rajakumar gerne über seine Heimat berichten:

Am 16. November wütete ein schwerer Zyklonsturm, Gaja, über dem südwestlichen Golf von Bengalen vor der indischen Küste

Der Wirbelsturm war am Freitag auf Land getroffen und richtete mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h verheerende Schäden in meiner Heimat, Provinz Tamilnadu an.

177.500 Menschen, deren Häuser zerstört wurden, flohen vor dem Wirbelsturm und sind nun in mehreren Notlägern untergebracht.

"Gaja" hat überdies tausende Bäume entwurzelt und zahlreiche Nutztiere getötet. Zudem hat der Sturm auch tausende Hektar Kokosnuss- und Bananenkulturen sowie Nahrungspflanzen beschädigt. Die Schäden an den Häusern sind sehr groß und viele Landwirte haben keine Einnahmequellen mehr..

Er verursachte übermäßige Schäden an Ernten und Eigentum und zerstörte die Elektrizität, Telekommunikation sowie Straßenverbindungen in den Gebieten.

In meiner Ordensprovinz, (Süd-Ost Indien (Tamilnadu), MSFS) haben Mitbrüder einen Ausschuss gebildet, der die Hilfsmaßnahmen und den Wiederaufbau organisiert. Am 2. Advent wird die Kollekte in unseren Gottesdiensten zu Gunsten der Wiederaufbauhilfe meines Ordens gehalten.

30.11.18 - Pater Rajakumar