Ausschuss Ökumene

Dieter Hogenkamp

Pfarrer

Torsten

Melchert

Pfarrer

Ausschussmitglieder
Helga Eckmann
Maria Sanning
Antje Pflips
Peter Schulz
Karsten Skopp


... wenn's um die Kirchengemeinden in Olfen geht


Ökumenische Tischreihe

Pfingstmontag, 05.06.17
Ökumenische Partnerschaftserklärung in Olfen unterzeichnet

Der Himmel meinte es am Pfingstmontag gut, als sich wegen des 500. Jahrestages der Reformations-Thesen von Martin Luther um 11 Uhr auf dem Marktplatz viele Christen beider Konfessionen zum ökumenischen Gottesdienst zusammenfanden.

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RN Pflips Valentinstag
RN Pflips Valentinstag

Di, 14.02.17 - Ökumenischer Gottesdienst zum Valentinstag

Die Einladungen waren verschickt und Hinweise gab es in den Ruhr Nachrichten. Zwar gab es einige Voranmeldungen, doch genau wusste keiner der Organisatoren, wie viele Paare es denn nun zum Segnungsgottesdienst letztendlich werden. Das Ergebnis war mehr als erfreulich. Mehr als 100 Personen feierten am Valentinstag, den 14. Februar einen gemeinsamen Segnungsgottesdienst für Ehepaare verschiedener Konfessionen, aber auch für alle anderen Interessierten und auch Einzelpersonen.


So, 29.01.17 - silberne Ordination

Stadtspiegel vom 01.02.17
Eine volle Kirche mit vielen bekannten Gesichtern und dem Posaunenchor aus Dülmen, dem Geburtsort des Jubilars, war der Rahmen zur Feier der Silbernen Ordination von Pfarrer Thorsten Melchert am Sonntagnachmittag in der Christuskirche zu Olfen.
25 Jahre im Dienst der Kirche und an den Gläubigen, das muss gefeiert werden!

 

„Menschen mit dem was sie können, ernst zu nehmen und ihnen was zu ermöglichen, das ist dir wichtig in deinem Dienst“, betonte Pfarrer Uwe Völkel, Assessor des Evangelischen Kirchenkreises Münster. Dieser profitiere auch von „vielen deiner Gaben“, führte Völkel weiter aus. Und er wünschte ihm für seinen weiteren Dienst: „Bleib du ihm zugewandt, Gott, segne sein Tun und Lassen. Lass ihn weiter Freude an seinem Amt und den ihm anvertrauten Aufgaben und Menschen spüren.“

Der Jubilar freute sich, „an diesem für mich ganz besonderen Tag, in viele bekannte und vertraute Gesichter zu blicken“. Dazu gehörten nicht nur die Pfarrerkollegen der evangelischen Kirche, Melchert bedankte sich auch beim „katholischen Amtsbruder Bernhard Lütkemöller“ für ein „gutes Miteinander“ sowie bei Olfens Bürgermeister Wilhelm Sendermann für „die offene und konstruktive Zusammenarbeit“.

Pfarrer Melchert erinnerte auch an Studienzeiten in Münster und die Zeit als „Pastor im Hilfsdienst“ in Burgsteinfurt, wo er am 12. Januar 1992 ordiniert wurde. Bereits ein halbes Jahr später wurde er dann zum Pfarrer der Ev. Kirchengemeinde Olfen-Seppenrade gewählt.

Die Predigt des Gottesdienstes hielt Pfarrer Udo Bußmann, der den fünften Vers des fünften Kapitels aus dem Lukas-Evangelium in den Mittelpunkt stellte, wo es um den Fischer Simon geht und „der Spannung zwischen dem, was die Vernunft weiß ... und dem was der Glaube weiß“. Er spannte seinen Bogen über Luther bis in die heutige Zeit: „Da werden wir Verteidiger der offenen, freien, demokratischen Gesellschaft“.

Dankesworte kamen auch von Presbyterin Nadine Most, die an ihre eigene Konfirmation erinnerte, von Bürgermeister Wilhelm Sendermann, der die seelsorgerische Kraft und die soziale Verantwortung von Thorsten Melchert in den Vordergrund stellte: „In der evangelischen Kirche heißt er stets alle Menschen willkommen ... was sie täglich zu einer lebendigen Christengemeinde macht“.

Dass er seinen Beruf „engagiert und leidenschaftlich“ ausübt, bescheinigte dem Jubilar auch Pfarrerskollege Stefan Benecke aus Senden.

Die musikalische Begleitung wurde hervorragend durch den Posaunenchoraus Dülmen unter der Leitung von Frank Geburek und dem Kirchenchor unter der Leitung von Klaus Nacke gewährleistet. Auch der anschließende Empfang mit Imbiss im Gemeinderaum war für viele Gespräche samt Erinnerungen bedeutungsvoll.

Werner Zempelin


So, 01.01.17 - Ökumenischer Gottesdienst
Christuskirche Olfen

Pfarrer Thorsten Melchert und Diakon Stephan Börger führten den Gottesdienst in der evangelischen Christuskirche Olfen. Gesungen wurde dabei u.A. das Lied der neuen Jahreslosung: "Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch."

Der Kirchenchor unterstützte den Gottesdienst mit seinem Gesang. Anschließend trafen sich viele Gottesdienstbesucher zu dem Neujahrsempfang im Gemeinderaum.


Gelebte Ökumene
Oder die alte Frage: war Jesus eigentlich evangelisch oder katholisch?

Eins steht fest: Probleme wegen der verschiedenen Konfessionen gab es in der Ehe von Antje und Jürgen Pflips nie. „Das ist genau wie in den Olfener Kirchengemeinden“, sagt Antje lächelnd, „hier klappt die Ökumene doch auch prima!

 

Zufällig am Reformationstag, an dem das erste Mal ein katholischer Pfarrer in der evangelischen Christuskirche predigt - weil nun das Gedenkjahr an 500 Jahre Reformation beginnt - sitze ich mit dem Ehepaar Pflips in ihrem Wohnzimmer in Olfen und versuche herauszufinden, wie es sich in einer „Mischehe“ lebt.

 

Kennengelernt haben sich die 57-jährige gelernte Fremdsprachenkorrespondentin und der 61 Jahre alte Diplomingenieur Bergbau in Datteln durch einen gemeinsamen Freund. Die Tatsache, dass sie evangelisch und er katholisch war, spielte am Anfang gar keine Rolle. Das trat erst als „Problem“ auf, als die Beiden 1987 kirchlich heiraten wollten. Da musste erst mal einiges besprochen und geklärt werden. Sie einigten sich auf eine evangelische Hochzeit, für die Jürgen erst von katholischer Seite die Genehmigung bekommen musste. Und auf Antjes Wunsch vollzog genau der Pfarrer die Trauung, der auch schon ihre Eltern getraut und sie und ihre Geschwister getauft hatte.

 

Liberal eingestellte Eltern
Die beiden Elternpaare standen der konfessionsverschiedenen Ehe offen gegenüber und so ging man auch einträchtig zur Trauung in die Kirche. „Zum Glück“, sagt Antje, „waren unsere Eltern sehr liberal eingestellt. Für diese Generation sah das meist noch ganz anders aus. Eine Tante von mir musste erst konvertieren, um einen Katholiken heiraten zu können.

 

“Ihren eigenen Kindern, die jetzt 25 und 27 Jahre alt sind, hat das Paar dann auch in evangelischer Tradition den christlichen Glauben nahe gebracht. „Ich habe die Verantwortung dafür an meine Frau abgegeben“, meint Jürgen dazu, „denn sie war öfter mit den Kindern zusammen, da machte das Sinn.“ Die Kinder sind zwar evangelisch getauft und als Jugendliche konfirmiert worden, aber den Eheleuten Pflips war es von Anfang an wichtig, ihnen in Glaubensdingen keine Vorschriften zumachen. „Jeder sollte es selber herausfinden können, welchen Weg er einschlagt“ ist sich Antje ganz sicher.

 

Jeder soll frei entsscheiden
„Wir haben die Kinder frei entscheiden lassen. Wenn jemand konvertieren oder aus der Kirche austreten möchte muss man das auch akzeptieren.“ Dazu beigetragen hat sicher auch, dass Antje jahrelang im Presbyterium der eigenen Gemeinde tätig war, ohne groß Aufhebens davon zumachen. „Das war bei uns zuhause kein Thema. Ich habe das so vorgelebt. Religiöse Streitgespräche gab es bei uns nicht.“ Gottesdienste wurden auch immer gemeinsam und im Wechsel in beiden Gemeinden besucht, wobei sie die Weihnachtsmessen in der großen St. Vitus Kirche wegen der besonders festlichen Atmosphäre bevorzugten.

 

Als Highlights auf ihrem ehelichen Glaubensweg sehen Antje und Jürgen Pflips die gemeinsamen Reisen unter christlichen Vorzeichen. So nahmen sie 2008 an einer von Pastor Bernd de Baey begleiteten Rom-Wallfahrt teil, um zusammen den Papst zu besuchen. Und vor kurzem waren die Beiden mit Emmaus-Reisen auf den Spuren Luthers in Erfurt, Leipzig, Wittenberg und Umgebung unterwegs. Sie reisten in Begleitung von Kreisdechant Markus Dördelmann, der Superintendentin des Kirchenkreises Münster Meike Friedrich und weiteren Geistlichen. Sie feierten in der Gruppe ökumenische Gottesdienste und tauschten sich über Glaubensfragen aus. „Wir machen eben Beides“, sagen die Zwei augenzwinkernd „dann ist für Jeden was dabei.“

 

Offen für Ökumene
Treue zur eigenen Kirche und gleichzeitig offen sein für Ökumene – das lernt man in so einer Ehe. So wird die Dynamik, die dort entsteht, zu einer Bereicherung des Lebens. Und gleichzeitig lernt man, die Freiheit des Anderen zu respektieren und übt sich in Toleranz.

 

Zum Schluss frage ich die Beiden noch nach den Wünschen und Träumen in Bezug auf die Ökumene. Die Entwicklung in Olfen sehen sie sehr positiv. Antje sieht die gute Zusammenarbeit aller Olfener Bürger in den Vereinen und Verbänden als konfessionsverbindend und das Gemeinschaftsgefühl fördernd an. „Schön wäre es natürlich, wenn sich noch mehr Olfener in die Gottesdienste der jeweiligen Schwestergemeinde 'trauen' würden. In den Köpfen mancher älterer Menschen sind die Berührungsängste noch vorhanden“ gibt sie zu bedenken.

 

Gemeinsames Abendmal - ein Traum
Und natürlich würden sich auch die Eheleute Pflips wünschen, dass bald das gemeinsame Abendmahl in unseren beiden Kirchen Wirklichkeit wird, „denn schließlich sind wir alle Christen, und darauf kommt es an.“

Sabine Roark - Ökumenisch unterwegs


RN-Foto: Pflips
RN-Foto: Pflips

Di, 30.10.16 - Ökumenischer Gottesdienst
Reformationstag in der evangelischen Christuskirche
Pfr. Bernhard Lütkemöller predigt

Zum Auftakt des 500. Reformationsjubiläums hat zum ersten Mal ein katholischer Pfarrer in der evangelischen Christuskirche gepredigt. Katholische, evangelische, und neuapostolische Christen kamen zu dem ökumenischen Gottesdienst. Sie hörten die Predigt von Pfr. Bernhard Lütkemöller.